In Mellen heißt es jetzt: Auf die Kugel, fertig, los

WP vom 26.08.2014 von Claudia Heinemann

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Foto: Claudia Heinemann

Mellen. Es ist vollbracht: Nach etwa 100 Stunden harter Arbeit ist die Boule-Bahn in Mellen nun eröffnet. Und das nicht etwa still und leise, sondern mit einer angemessenen Eröffnungsfeier, zu der am Wochenende nicht nur viele Dorfbewohner kamen, sondern auch gleich vier Profis von den Boule-Freunden Neuenrade.

Sie erklärten den Mellenern und ihren Gästen zunächst die Regeln des französischen Kugelspiels, bevor sie sich dann anschließend einen spannenden Wettkampf auf der frisch eingeweihten Bahn am Homert-Platz lieferten.

„Die Boule-Bahn ist ein weiterer Baustein in unserem Dorfentwicklungskonzept", erklärte Reinhard Schmidt, der gemeinsam mit Theo Drees, Hugo Rickers, Fritz Brinkschulte und Gerd Drees zu den unermüdlichen Baumeistern der Anlage gehört. „Wir können stolz darauf sein, dass uns die Boule-Bahn als Gemeinschaftsprojekt gelungen ist", ergänzte Schmidt, der sich in diesem Zusammenhang auch noch einmal beim Grundstückseigentümer und den weiteren Helfern wie beispielsweise Hubertus Prumbaum bedankte, der die Erdarbeiten übernommen hatte.
Hintergrund
Technik und Taktik sind beim Boule gefragt

Boule wird in Zweier- oder Dreierteams gespielt. Technik und Taktik sind gefragt.

Es gibt „Leger", französisch „Pointeur", oder den „Trieur". Er bevorzugt das „Schießen", versucht also, die besser zur Zielkugel („Schweinchen") platzierten Kugeln des Gegners wegzutitschen.

Ziel beim Boule ist es, viele eigene Kugeln oder Teamkugeln möglichst nahe am „Schweinchen" zu platzieren.

Bürgermeister Hubertus Mühling konnte wegen terminlicher Überschneidungen zwar nicht an der Eröffnungsfeier teilnehmen, ließ jedoch ein dickes Lob an die Mellener ausrichten: „Wie Ihr die Dinge in Eurem Dorf bewegt, ist für die ganze Stadt beispielhaft."

Mit dem Durchtrennen des Bandes und den ersten Spielversuchen war am Wochenende der Startschuss gefallen. Nun können sowohl die Touristen, als auch die Bewohner selbst im Golddorf die Kugeln rollen lassen. „In der Hoffnung, dass es niemand klaut, hat die Dorfgemeinschaft neben der Bahn ein Set angebracht, das jederzeit kostenlos genutzt werden kann", berichtet Otmar Hermanns.
„Mensch-ärger-dich-nicht"

Wer jedoch mit den hochwertigen Boule-Sets aus Frankreich spielen möchte, der muss ein Häuschen weitergehen. „Karl Büser als direkter Nachbar der Bahn und meine Wenigkeit haben ein Set zu Hause, das gegen eine kleine Kaution ausgeliehen werden kann", erklärte Hermanns. Ein Set liegt an den Wochenenden im Landmarkt bereit. Darüber hinaus hat die Dorfgemeinschaft für die Spieltische auf dem Dorfspielplatz auch ein Mühle-, Dame- sowie ein „Mensch-ärger-dich-nicht"-Spiel im Landmarkt hinterlegt, das bei den jungen Gästen für Kurzweil sorgen soll.

Damit die Langeweile auch bei den vielen Kindern während der Eröffnungsfeier keine Chance bekam, hatte Eva Rüth zwischen den Versorgungsständen ein buntes Kinderprogramm auf die Beine gestellt. „Der Reinerlös ist für unsere Dorfkasse bestimmt und wird für die zwei nächsten Projekte eingesetzt: den Umbau des Tretbeckens und den Bau einer Aussichtskanzel", erklärte Reinhard Schmidt.

Wer am Sonntag die Einführung durch den Vorsitzenden der Neuenrader Boule-Freunde, Udo Pietron-Mock, verpasst hat, für den ist an der Bahn eine Informationstafel mit allen Spielregeln angebracht. Jetzt heißt es im Golddorf: Auf die Kugel, fertig, los!

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