Waldbesitzer müssen noch „Grünes Licht" geben

WP vom 02.10.2014  von Alexander Bange

Mellen. Ein Radweg zum Sorpesee steht bei den Bürgerinnen und Bürgern in Mellen weit oben auf der Wunschliste, um den Tourismus im Golddorf weiter anzukurbeln.

Weil ein Radweg entlang der Kreisstraße mit zu hohen Auflagen verbunden sei, wie Marco Voge beim Dorfforum berichtete, hat die Bürgerschaft mit einer pfiffigen Idee eine womöglich landschaftlich noch reizvollere Alternative gefunden.

Der Plan ist, einen Radweg an der Vogelstange vorbei zur Lürbke und bis zur Kreisgrenze zu bauen. Er soll eineinhalb bis zwei Meter breit sein und damit Begegnungsverkehr ermöglichen, befestigten Untergrund haben und mit einer Absperrung aus Holz – ähnlich der von Beckum Richtung Sanssouci – umgeben sein. Bei einem Ortstermin hätten Vertreter des Märkischen Kreises nach anfänglicher Skepsis mit viel Wohlwollen auf den Vorschlag der Radwegeführung reagiert, berichtet Marco Voge.
Betreiber ist die Stadt Balve

Weil der Radweg aber durch Privatwald führt und das Verfahren sauber eingeleitet werden soll, werde es intensive Gespräche mit Besitzern und der Forstbetriebsgemeinschaft geben. Außerdem müssen noch Musterverträge zwischen den Eigentümern und dem Betreiber des Radweges, der Stadt Balve, unterschrieben werden. Geben die Waldbesitzer „Grünes Licht", können die weiteren politischen Schritte zum Bau des Radweges eingeleitet werden. Stimmen sie nicht zu, ist das Projekt praktisch vom Tisch.

Marco Voge hatte beim Dorfforum im Pfarrheim Mellen noch eine gute Nachricht parat: Bürgermeister Hubertus Mühling unterstütze die Idee aus der Bürgerschaft und habe angekündigt, dass die Stadt Balve die Haftungspflicht für den Radweg übernehme.

Schmücken will sich das Dorf nicht nur mit einem naturverbundenen Radweg, sondern auch mit einem natürlichen Bachlauf, umgeben von Natursteinen am aktuellen Tretbecken, der neu gestaltet werden soll. In der Versammlung kam auch der Vorschlag, einen Barfußpfad mit Spielmatten anzulegen. Frühestens Anfang nächsten Jahres soll mit den Arbeiten am Tretbecken begonnen werden, teilte Dorfsprecher Reinhard Schmidt mit. Dann soll auch eine rundgeformte Liegebank mit einem Tisch die alte Bank an der Vogelstange ersetzen und einen schönen Blick auf das Golddorf ermöglichen.
Neue Einzäunung um den Spielplatz

Erneuert wird die Einzäunung rund um den Kinderspielplatz. Anlieger hätten sich beschwert, dass dort Unfallgefahr bestehe, erzählte Reinhard Schmidt. Das Material liege auf Abruf beim Bauhof der Stadt.

Außerdem sorgen die 20 Birken auf dem Weg zum Friedhof bei den Anwohnern für „Verdruss", weil der Blütenstaub hartnäckig ist. Sie sollen daher den bereits gepflanzten Linden Platz machen. Reinhard Schmidt: „Unser Vorschlag: Wir versteigern die Bäume und bieten sie zum Verfeuern an. Interessierte können die Birken erwerben. Dadurch erhoffen wir uns auch zusätzliches Geld in der Dorfkasse."

Das Protokoll vom Dorfforum ist im Downloadbereich zu finden.

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