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Großes Lob für Macher des Martinsmarktes

WP vom 18.02.2016 von Marcus Bottin
Foto: Claudia Heinemann

Mellen. Tipps für den Schutz vor Einbrechern, gute Nachrichten vom Martinsmarkt, schlechte über Hundekot auf dem Weg zum Friedhof und neue Informationen über Projekte, die in den Startlöchern stehen – die erste Dorfversammlung in Mellen wurde ein abwechslungsreicher Abend. Ortsvorsteher Marco Voge dankte gleich zu mehreren Anlässen den vielen ehrenamtlichen Helfern für ihr großes Engagement.

Besonderes Lob verdienten sich die Macher des Martinsmarktes. Der war bei seiner 20. Auflage 2015 besonders erfolgreich. „Was die Vereine dort leisten, ist außergewöhnlich“, betonte Voge. „Es ist eine super Sache, was da seit zwei Jahrzehnten ehrenamtlich auf die Beine gestellt wird. Das ganze Dorf profitiert vom Martinsmarkt. Er ist beste Werbung für Mellen.“

 

Weitere Helfer

Auch finanziell lohnen sich die Bemühungen. Weil das Martinsmarkt-Komitee achtsam gewirtschaftet hat, fließt ein Überschuss von rund 600 Euro auf das Martinsmarkt-Konto. Zudem stießen mit Christian und Bianca Bücker zwei engagierte neue Helfer zum Kreis der Organisatoren.

Zum Auftakt der Versammlung plauderte Kriminalhauptkommissar Michael Hufnagel von der Kriminalprävention Opferschutz aus dem Polizei-Nähkästchen – und redete seinen Zuhörern ins Gewissen.

Weil auch in Mellen in den vergangenen Monaten Einbrüche und Einbruchsversuche gemeldet wurden, interessierten sich viele Bürger für den Vortrag des Experten. Kriminalhauptkommissar Hufnagel berichtete, dass rund 80 Prozent aller Einbrecher durch Fenster in Häuser und Wohnungen kommen und betonte, wie wichtig der passive Schutz des Hauses sei.

Im Schnitt dauere es nur 15 Sekunden, bis Einbruchsprofis Standardfenster aufgehebelt hätten, und nach drei bis fünf Minuten sei die Wohnung nach lohnendem Diebesgut durchsucht.

Doch Fenster und Türen lassen sich besser sichern. So – und durch aufmerksame Nachbarn – könnten viele Einbrüche vereitelt werden. Auf die Frage eines Mellers, ob er gute Vorschläge habe, wo Bürger ihre Wertsachen in der Wohnung am besten verstecken könnten, hatte Michael Hufnagel eine einfache Antwort: Am besten sorge er dafür, dass Einbrecher erst gar nicht in seine Wohnung kämen.

Neue Webseite

Ortsvorsteher Voge legte den Mellern – und allen anderen – einen Besuch der neuen Webseite des Golddorfes ans Herz. Die wurde von Thomas Münch komplett überarbeitet und bietet unter der Adresse www.mellen-sauerland.de seit Anfang des Jahres noch mehr Informationen bei leichterer Orientierung. „Das hat Thomas Münch wirklich sehr gut gemacht“, lobte Marco Voge das Engagement des Balver Realschul-Konrektors.

Ihrer Fertigstellung nähert sich die neue Aussichtsplattform in der Nähe des Friedhofs. Die Fundamente seien bereits gegossen und das Holz sei schon gestrichen, teilte Marco Voge der Versammlung mit. Sobald die Witterung es zuließe, werde die Plattform montiert. Auch auf den neuen Barfußpfad am Dorfplatz müssten die Meller nicht mehr lange warten.

Weitere Beispiele bürgerlichen Engagements im Golddorf ist die Errichtung eines Fahnenmastes auf dem Dorfplatz. Dort soll das Sommerhalbjahr über die Meller Fahne wehen. Auch wird der Maibaum vor dem Aufstellen in diesem Jahr noch ein wenig aufgehübscht. Und mit Manuel Hermanns und Philipp Koester haben sich zwei Meller gefunden, die das Entenhäuschen am Ententeich renovieren wollen.

Vertrösten musste der Ortsvorsteher die Bürger allerdings in Sachen Hundekot und aggressiver Vierbeiner auf dem Weg zum Friedhof. Ortsvorsteher Marco Voge betonte aber, dass die Problematik auch dem Ordnungsamt der Stadt Balve bekannt sei und gemeinsam an einer Lösung gearbeitet werden.

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