Meller kritisieren zu schnellen Schneeschieber

WP vom 09.02.2017 von Alexander Bange

Mellen. Hoch „Erika“ bringt in dieser Woche noch einmal kalte Tage und kalte Nächte. Viel Schnee wird aber wohl nicht fallen, und darüber sind die Meller froh. Denn mit dem Winterdienst im Golddorf sind sie nur bedingt zufrieden, wie während der Dorfversammlung deutlich wurde. Die größte Kritik: Der Schneeschieber soll in der Sorpestraße mehrfach „viel zu schnell“ unterwegs gewesen sein. In der Balver Straße soll er durch seine rasante Fahrweise Steine auf Autos geschleudert haben.

Kritik am Winterdienst – keine Seltenheit im Stadtgebiet Balve. Mellens Ortsvorsteher Marco Voge spricht von einem „emotional aufgeladenen Thema“. Er stehe im Kontakt mit dem Technischen Leiter des Bauhofs, Carsten Glänzel. Voge appellierte im Landmarkt aber auch, sich zum Beispiel bei schlecht gestreuten Straßen direkt an die Stadt und den Bauhof zu wenden. Im Regelfall werde dann reagiert.

Reagiert werden soll auch, was den Zustand der Straßen im Golddorf angeht. Ortsvorsteher Voge ist dabei, ein Kataster zu erstellen, in dem Straßenschäden und Schlaglöcher aufgelistet werden. Prompt kamen Reaktionen aus der Versammlung. Betroffen von tiefen Schlaglöchern sei unter anderem der Bobergweg. „Meine Bitte an jeden Einzelnen, einmal vor der Haustür nachzuschauen, und mir besonders schlechte Straßenabschnitte mitzuteilen“, sagte Marco Voge.

Dorf muss sich Ziele setzen

Das Dorf will nicht nur mit vernünftigen Straßenoberflächen glänzen, sondern generell. Deshalb steht einer weiteren Teilnahme am Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ nichts mehr im Wege. Otmar Hermanns und Reinhard Schmidt erkundigten sich im Januar bei einer Informationsveranstaltung des Märkischen Kreises. „Ich war überrascht, dass es keine großen Veränderungen bei den Zielvorgaben gibt“, berichtete Hermanns. „Fest steht: Es wird mehr Wert darauf gelegt, sich als Dorf Ziele zu setzen. Und ausschließlich nur die Schokoladenseiten zu zeigen, bringt keine zusätzlichen Punkte. Auch Negatives soll der Kommission nicht vorenthalten werden. Hier sind Visionen gefragt, wie Verbesserungen erzielt werden können.“ Die Ausschreibungsunterlagen sollen in drei Wochen eingehen, die Bereisung der Jury erfolgt Mitte Juni.

Dorfkalender in 2018

Neu in Mellen: 2018 soll ein Kalender erscheinen mit schönen Fotos aus dem Golddorf (Motive bitte an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! senden). Stückzahl: 150. Preis: Je 5 Euro. Verkauft werden soll der Kalender unter anderem auf dem Martinsmarkt und der Barbara-Feier. Neu auch: In regelmäßigen Abständen könnte es einen „Dorftalk“ geben, zu dem nicht nur Meller, sondern alle Interessierten eingeladen sind. Referenten sollen Personen sein, die Außergewöhnliches erlebt haben (zum Beispiel Auslandsaufenthalte) oder Außergewöhnliches berichten können (zum Beispiel über Traditionen).

Ein Musterbeispiel: Der historische Lichtbildvortrag über Elisabeth Bongard im Juli 2016, zu dem die Familie Bongard und die Heimwacht Balve eingeladen hatten. Die Resonanz übertraf alle Erwartungen, denn mehr als 70 Zuhörer drängten sich im Landmarkt Stuhl an Stuhl, um mehr über Elisabeth Bongard aus Mellen, die später in Chile nur noch Isabel genannt wurde, zu erfahren.

Zu einen der nächsten Dorfversammlungen im Golddorf Mellen sollen Bürgermeister Hubertus Mühling und Leader-Regionalmanagerin Annika Kabbert eingeladen werden.

Back to top