Mellen bietet Umfangreiche Präsentation für den Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“

SV vom 21.06.21017 von Julius Kolossa

Mellen - Mit der Aussichtsplattform, dem Homertpark, den Baugebieten, dem Dorfplatz und dem Landmarkt wollen die Mellener beim Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ punkten. Die 15 Mitglieder der Bewertungskommission machten sich bei der Bereisung am Dienstag viele Notizen. Ob es am Ende für eine gute Platzierung reicht, wird sich zeigen. Die Mellener jedenfalls hatten sich ins Zeug gelegt. Sogar die Dorffahnen waren entlang der Straßen aufgezogen worden.

Ortsvorsteher Marco Voge begrüßte die Gäste und die zahlreichen Mellener, sowie den Allgemeinen Vertreter des Bürgermeisters Michael Bathe. Auf der Aussichtsplattform verschaffte sich die Jury einen guten Überblick über den Balver Stadtteil mit seinen etwa 600 Einwohnern.

Von Voge gab es dann Informationen über den demnächst entstehenden Babywald, dem ersten im Stadtgebiet. Für jedes Neugeborene soll ein Bäumchen gepflanzt werden. Der Ortsvorsteher berichtete auch über weitere Projekte, wie eine Baumaktion, mit deren Erlös ein Defibrillator mitfinanziert wurde oder eine Pflanzaktion, an der sich Jugendliche beteiligten. Auch der Radweg, der Waldlehrpfad, das Trafohaus, die Ehrenamtsbörse und der Martinsmarkt gehörten mit zu diesem Rundumblick, bei dem ausdrücklich auf großes ehrenamtliches Engagement der Einwohner hingewiesen wurde.

Stolz sind die Mellener, die gerne für die nächsten drei Jahre ein „Golddorf“ bleiben möchten, auf den Homertpark, in dem sie eine Boulebahn und Spielgeräte angelegt haben. „Keinen Leerstand in Häusern“, verkündete Helmut Schäfer, der vielmehr auf rege Bautätigkeit- und -anfragen hinwies. Das Dorf sei begehrt bei jungen Familien, von denen einige sogar wieder zurück in ihre Heimat ziehen möchten, ließ er die Jury wissen.

Nicht fehlen durfte bei der Ortsbesichtigung der Dorfplatz, in den die Bevölkerung viel Arbeit gesteckt hat. Mit Barfußpfad, Kneipptretbecken, Insektenhotel und Maibaum ist somit ein Aushängeschild fürs Dorf entstanden.

Die Jury ließ durchblicken: Die Zeiten, in denen ein Dorf mit Geranien-Schmuck bereits ordentlich punkten konnte, seien längst vorbei. Stattdessen werde die Gestaltung und die Entwicklung des dörflichen Lebens unter die Lupe genommen. Kreisheimatpfleger Rolf Klostermann wies darauf hin, dass in diesem Jahr bereits elf Dörfer bereist wurden. „Die Zahl geht zurück, weil sich weniger Teilnehmer aus dem Raum Iserlohn angemeldet haben“, sagte er dazu. Und mit Blick auf Balve, das mit Mellen und Eisborn, dessen Bereisung am Mittwoch, 21. Juni, ab 14.25 Uhr stattfinden soll, vertreten ist, meinte er: „Es ist schade, dass das Potenzial von Garbeck und Langenholthausen nicht mehr zur Geltung kommen kann.“

Die Kommission, bestehend aus Mitgliedern der sechs Kreistagsfraktionen und Fachdiensten aus dem Kreishaus, wird am Donnerstag ihre Schlussbesprechung durchführen.

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