Kritik am Standort für Gerätehaus in Mellen

WP vom 20.09.2017 von Alexander Bange

Das neue Feuerwehr-Gerätehaus in Mellen soll nach dem Willen der Politik im Homert-Park entstehen.

Ortsvorsteher Marco Voge bestätigte somit jene Pläne, die unsere Zeitung bereits in der Montagsausgabe bekannt gegeben hatte. Das Vorhaben stößt im Golddorf aber nicht nur auf Zustimmung, wie im Landmarkt deutlich wurde. Den schönen Dorfpark aufgeben? Das ruft Kritiker auf den Plan.

Keine Kompromisse

Denen hatte Ortsvorsteher Marco Voge zuvor Verständnis gegenüber gebracht, aber auch klipp und klar deutlich gemacht: „Ich werde im Sinne der Sicherheit bei uns in Mellen keine Kompromisse machen, sondern mich mit Mann und Maus für die Feuerwehr einsetzen. Für Mellen ist die Aussicht auf ein neues Gerätehaus ein tolles Signal.“

Das sieht – naturgemäß – nicht jeder so, zumindest, was den Standort angeht. „Ist der Park weg, ist es auch aus mit dem Tourismus“, war zu hören. Diesem Standpunkt widersprach Voge ausdrücklich. Hinterfragt wurde auch, warum die Stadt eine städtische Fläche bevorzugt und ob es nicht Alternativen zum Homert-Park gebe. Grundstücke in Mellen zu kaufen oder zu pachten zum Beispiel?

Siggi Drees ergreift das Wort

Bevor die Diskussion einen sehr emotionalen Verlauf nehmen konnte, ergriff Siggi Drees das Wort. Ja, es sei schade, dass der Dorfpark von den Planungen betroffen sei. Aber: „Vielleicht gibt es die Möglichkeit, hinter dem Teich eine alternative Fläche zu pachten.“ Werde jetzt nicht die Chance ergriffen, ein neues Gerätehaus zu bauen, sei die Zukunft vorhersehbar – nämlich eine ohne Feuerwehr im Dorf. Damit war die Debatte nahezu beendet.

Denn Ortsvorsteher Marco Voge kündigte noch an, Bürgermeister Hubertus Mühling zu einer „Außerordentlichen Versammlung“ in den Ort einladen zu wollen, in der das Stadtoberhaupt die Pläne für ein neues Feuerwehr-Gerätehaus vorstelle und konkretisiere.

Zu klein

Das jetzige Gerätehaus entspricht nicht mehr den Anforderungen einer modernen Feuerwehr. Mehr noch: es wird dem Brandschutzbedarfsplan nicht gerecht. Sowohl, was Schwarz-Weiß-Trennung (neue und im Einsatz benutzte Bekleidung) betrifft, als auch, was eine geschlechter-getrennte Umkleide angeht. Wird das Fahrzeug am jetzigen Standort bewegt, darf sich zu diesem Zeitpunkt kein weiterer Kamerad im Gerätehaus aufhalten, weil es so klein ist.

Ein Um- oder Ausbau sei nicht möglich gewesen, berichtete Marco Voge. Die gleichen Worte hatte Bürgermeister Hubertus Mühling beim Stadtverbandstag der Feuerwehr in Volkringhausen gewählt.

900 Euro für die Dorfkasse

Nicht nur der Standort des neuen Feuerwehr-Gerätehauses war Thema der Dorfversammlung. Im Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ hatte sich Mellen nur knapp dem Kiersper Ortsteil Rönsahl geschlagen geben müssen. Für Platz zwei gibt es 700 Euro, außerdem gewann Mellen den Sonderpreis über 200 Euro für den Flüchtlingstag. Gelobt wurden das starke soziale und kulturelle Leben im Golddorf, das große Bewusstsein für Grünflächen und die Präsentation. Angeregt worden ist, einen kleinen Bücherschrank in Mellen anzubringen. Am 17. Oktober wird eine Delegation nach Rönsahl fahren, um dort die Urkunde entgegen zu nehmen.

Bürgerbuslinie bleibt

Die Bankette zwischen Mellen und Beckum ist hergerichtet. „Ich bin froh darüber und hoffe, dass sie nicht wieder ausgewaschen wird“, sagte Ortsvorsteher Marco Voge. „Das Beispiel zeigt, was eine Dorfversammlung positives bewirken kann.“ Freude herrscht im Golddorf auch darüber, dass die Bürgerbuslinie zwischen Mellen und Lan­genholthausen – vor allem dank einer Spende von Goldbäcker Charly Grote – bestehen bleibt.

Hiobsbotschaft

Eine Hiobsbotschaft teilte Otmar Hermanns aus dem Organisationsteam des Martinsmarktes mit. „Das Kinderkarussell gibt es leider nicht mehr“, kündigte Hermanns für den 12. November an. Man hole sich aktuell Angebote für Ersatz ein.

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