Die Stadt Balve wird 700 000 Euro in ein neues Feuerwehrgerätehaus in Mellen investieren.

WP vom 21.11.2017 von Alexander Bange

Das letzte Wort hat der Rat der Stadt Balve in seiner Sitzung am 5. Dezember. Eine große Mehrheit ist gewiss.

Auch der Standort für das Feuerwehr-Gerätehaus ist nach der Sitzung des Planungs- und Bauausschusses am Dienstagabend absehbar. Das Gebäude entsteht im jetzigen Homert-Park und damit auf einer städtischen Fläche, die viele Mellener Bürger aufgrund ihrer hohen Aufenthaltsqualität schätzen.

Antrag

Ein Antrag der CDU-Ortsunion Mellen ist mit großer Mehrheit abgeschmettert worden. Sie hatte die Notwendigkeit eines neuen Feuerwehrwehrgerätehauses ebenso wie die Dorfgemeinschaft als „unstrittig“ gesehen, um eine ausreichende Brandschutzversorgung für Mellen zu gewährleisten. Allerdings hatte die Ortsunion für den Neubau alternative städtische Flächen befürwortet. Alle Vorschläge wurden aber abgelehnt. Die Begründungen lieferten Marco Voge und Reinhard Schmidt am Abend noch in der Dorfversammlung in Mellen: Die Erweiterung des jetzigen Gerätehauses sei fast teurer als der eigentliche Neubau. Eine Errichtung in einem Neubaugebiet käme für die Stadt nicht in Frage, weil die Attraktivität des Gebietes dann vermindert sei. Auch Alternativ-Flächen angrenzend zum jetzigen Dorfpark oder am Sportplatz schob die Stadt Balve einen Riegel vor.

Planungsstand vorgestellt

Weil die Stadt einen Neubau nur im jetzigen Homert-Parkgelände will, wird in Mellen der Ruf nach einer Ersatzfläche für die Wohlfühl­oase lauter. „Der Stadt muss klar sein, dass von ihr was kommen muss. Es kann nicht sein, dass unsere ehemalige Buschkolonne rangezogen wird. Die Stadt steht in der Pflicht“, sagte Otmar Hermanns während der Dorfversammlung und erntete viel Zustimmung. Auch Ortsvorsteher Marco Voge betonte, dass die Stadt gefordert sei. Sie will die Fläche rund um den Ententeich pachten und steht in Gesprächen mit dem Eigentümer.

Aktueller Planungsstand

Diplom-Bauingenieur Kai vom Lehn hatte im Bauausschuss den aktuellen Planungsstand beim neuen Feuerwehrgerätehaus im Homert-Park vorgestellt. „Das wird kein Luxuspalast“, machte er deutlich, „sondern ein funktionsfähiges Gebäude, das auch wirtschaftlich attraktiv ist“. Es werde zwei getrennte Zufahrten geben. Das Feuerwehrauto selbst rückt über den Burgbergweg und nicht über die Kreisstraße aus. Es gebe eine Werkstatt, einen Technikraum, Umkleide, sanitäre Anlagen, einen Gruppenraum und ein Büro. „Das Gerätehaus erfüllt die gesetzlichen Anforderungen für die nächsten Jahrzehnte.“ Es werde ausschließlich mit einer Luftwasserwärmepumpe beheizt und auch die Energiebilanz könne sich bei einem Verbrauch von 66 Kilowattstunden im Jahr sehen lassen.

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