Bäume kommen schnell unter den Hammer

WP vom 27.02.2018 von Marcus Bottin

Schneller als erwartet kamen die zum Verkauf stehenden Bäume im Golddorf unter den Hammer.

Ortsvorsteher Marco Vogel versteigerte die für den Neubau des Feuerwehrgerätehauses im Homertpark gefällten Ahorne, Kastanien und Erlen als Gesamtpaket für 250 Euro. Weil ein Interessent gleich zu Anfang ein Angebot für alle Bäume abgab und keiner mehr bieten wollte, bekam er schnell den Zuschlag.

Die Dorfgemeinschaft Mellen hatte bereits Erfahrung mit der Versteigerung von überzähligen Bäumen. So wurden 2016 mehrere Birken versteigert, die auf dem Weg zum Friedhof standen.

Käufer müssen Ahorne selber fällen

Am Wochenende wurden weitere sechs Ahorne angeboten, die noch am Rande des Mellener Friedhofs stehen und vom Käufer selber gefällt werden müssen. Und auch für diese Objekte fanden sich schnell Interessenten. Zwei Käufer teilen sich die sechs Bäume und zahlen dafür 90 Euro. Über die 340 Euro Erlös aus der Baumversteigerung freut sich Marco Voge sehr.

„Ich hatte mir vorher schon überlegt, wie viel da wohl zusammen kommen könnte. Die 340 Euro sind schon eine ordentliche Summe für die Dorfkasse“ erklärte der Ortsvorsteher. „Ich bin froh, dass auch die noch nicht gefällten Ahorne vom Friedhof Käufer gefunden haben. Da hatten wir schon Bedenken, ob wir sie überhaupt verkauft bekommen.“

Die Bewohner des Golddorfes freuen sich, dass in naher Zukunft endlich eine Beruhigungsinsel auf die nordöstliche Einfallsstraße gesetzt wird. So sollen Fahrer, die von der Sorpe aus kommen, auf dem Weg ins Golddorf abgebremst werden. „An dieser Stelle wurde sehr oft zu schnell gefahren“, weiß Ortsvorsteher Voge. „Und allein in den ersten fünf Häusern am Ortseingang von acht kleine Kinder. Deshalb freuen wir uns sehr, dass die Verkehrsberuhigungsinsel endlich kommen soll.“

Tempo drosseln

Bei Gegenverkehr müssen Fahrzeuge, die ins Dorf wollen, zukünftig anhalten. Ohne Begegnungsverkehr können Autos auf die linke Fahrbahn ausweichen und werden – so die Hoffnung der Mellener – trotzdem langsamer in ihren Ort hereinfahren.

Otmar Hermanns hat bereits zugesagt, sich gemeinsam mit einigen Nachbarn um die Bepflanzung und Pflege der verkehrsberuhigenden Maßnahme zu kümmern. Der Wunsch nach dieser Verkehrsberuhigung kam aus der Dorfbevölkerung. Der Märkische Kreis musste nicht groß überzeugt werden und hat das Projekt in seine Planung aufgenommen.

Back to top