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Helferparty

WP vom 16.07.2022 von Jürgen Overkott

Mellens kleinste Immobilie ist so schick wie nie zuvor. Am Freitag stand eine Helferparty an. Warum das Golddorf Grund zum Dank hat.

Mellens kleinste Immobilie ist saniert: das Entenhaus am Dorfteich. Am Freitagnachmittag hatte die Helferschar einen berechtigten Grund zu feiern. Ortsvorsteher Daniel Schulze Tertilt begrüßte gar einen Ehrengast: Bürgermeister Hubertus Mühling.

Auch wenn die Helfertruppe rund um die Dorfkümmerer groß war - die Hauptarbeit stemmten Klemens Gödde und Dieter Siedhoff. Insgesamt flossen rund 300 Arbeitsstunden in das Projekt.
Die Arbeiten haben bereits im Februar angefangen, wie Daniel Schulze Tertilt zusammenfasst. Schwerarbeit: Das Haus wiegt 680 Kilo. Kein Wunder, dass die Hilfe von Frank Wächter benötigt wurde. Er rückte mit einem Kran an, um die Entenvilla zu versetzen. Sie kam ins alte Feuerwehrhaus.„Erst mal haben wir das Entenhaus ordentlich sauber gemacht“, erinnert sich Daniel Schulze Tertilt, „beide Etagen. Die einzelnen Teile des Fachwerkhauses haben wir erneuert. Sie werden ja zusammengehalten mit Nut und Feder. Das war alles morsch.“ Zudem war die Zwischendecke durchgefault. Wenig überraschend musste auch an der Dachrinne Hand angelegt werden. „Da wurde gelötet und neu gestrichen“, erzählt Daniel Schulze Tertilt. Überdies wurde die Unterkonstruktion wieder in Form gebracht – mit neuen Pfählen.
Dazu war ein Schreitbagger erforderlich. Das 15-Tonnen-Gerät drückte die Robinien-Pflöcke in den Teichboden drückte. Das Entenhaus steht längst wieder auf einem Podest.

Die Idee zur Renovierung hatte Siggi Drees, Vorsitzende der Ortsunion Mellen. „Wenn wir schon den Park neu machen, können wir auch das Entenhaus neu machen“, erinnert sich Daniel Schulze Tertilt an ihre Argumentation. Für Dorfversammlung und Dorfkümmerer war das überzeugend.

Es war übrigens bereits die zweite Sanierung. Denn das Entenhaus steht bereits seit 1976. Mitte der 90er wurde die Geflügel-Immobilie schon einmal aufgehübscht.

Die Finanzierung wurde durch einen Heimatscheck der Landesregierung in Höhe von 2000 Euro gesichert. Daniel Schulze Tertilt hatte ihn kurzerhand beantragt.

Das Schöne dabei: Unterm Strich war die Summe in dieser Höhe gar nicht erforderlich. Das Dorf kam mit der Hälfte aus. Der Rest wird wieder zurücküberwiesen.
Die Investition in Entenhaus, Dorfteich und Park dürfte sich lohnen. Mellen gehört zur Randzone des Sorpesees – und profitiert dabei kräftig vom Wochenend-Tourismus aus der ganzen Region. Daniel Schulze Tertilt weiß aus Erfahrung: „Immer wieder sehen sich Leute aus Neuenrade und anderen Städten den Dorfteich an – und staunen über das Entenhaus.“

Ach ja, eines noch. Immobilienmakler Helmut Schäfer bewunderte das Geflügeldomizil wegen seiner liebevollen und soliden Austattung mit Fachwerk, Schieferdach und Kupferspitze. Wäre es größer, ließe es sich gut vermarkten.

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