Aus der Chronik Mellens

Die erste urkundliche Erwähnung Mellens im Jahre 1233 ist aus einer Kirchenchronik ersichtlich, da tauchte der Name "Theodorico von Mellen" auf. Die Gründung der Bauernsiedlung Mellen reicht bis in die frühgeschichtliche Zeit vor 800 Jahren zurück.

Aufgrund von Recherchen im Landesarchiv Münster wurde der Ursprung des Mellener- Wappens entdeckt. Wie sehr sich die Mellener mit diesem Wappen identifizieren, zeigt die Tatsache, dass mehr als 80% aller Haushalte über eine entsprechende Fahne verfügt, die zu besonderen Anlässen aufgezogen wird. Von Beginn an war der Ort geprägt von der Landwirtschaft. Um etwa 1845 bestand das Dorf aus 24 Bauernhöfen, von denen heute noch 7 übrig geblieben sind. Im Jahre 1867 zählte Mellen bereits 368 Einwohner. Von 1844 an war Mellen in einem Amtsverband selbständige politische Gemeinde, bis zur Neugliederung im Jahre 1975. Seitdem gehört Mellen zur Stadt Balve. Obwohl die Vollerwerbsbetriebe in der Landwirtschaft in den letzten Jahren ständig zurückgingen und der Lebensunterhalt überwiegend in Industriebetrieben in den umliegenden Städten verdient wird, hat die "Dorfflucht" in Mellen nicht eingesetzt. Im Gegenteil, viele Junge Leute sind bestrebt, in Mellen wohnen zu bleiben. Dies auch wegen des regen und intakten Vereinslebens. Durch Ausweisung von Baulandflächen konnte die Einwohnerzahl in den letzten Jahren kontinuierlich auf jetzt rund 625 Einwohner gesteigert werden. Bis 1833 gingen die Kinder nach Balve zur Schule. Von 1833 bis 1969 bestand in Mellen eine eigene Schule. Danach wurde ein Zweckverband mit der Grundschule Langenholthausen gebildet. Die weiterführenden Schulen befinden sich in Balve, Menden und Sundern. Im Jahre 1956 wurde die neue katholische Kirche eingeweiht. Einen eigenen Geistlichen hatte Mellen von 1923 bis 1989. Vor dieser Zeit und auch jetzt wieder wird die Gemeinde von den Geistlichen aus Balve mitversorgt. Das sportliche und kulturelle Leben in Mellen wird geprägt durch Vereine und Verbände wie die Schützenbruderschaft mit eigener Halle, dem Sportverein mit Sportplatz, dem MGV "Eintracht" Mellen, dem Frauenchor "Einklang" Mellen und der Freiwilligen Feuerwehr mit Gerätehaus. Im neu erbauten Pfarrheim haben auch die Katholische Frauengemeinschaft und Jugendgruppen eine Stätte für ihre vielseitigen Aktivitäten gefunden. Erwähnenswert ist auch der selbständige Wasserbeschaffungsverband, der die Trinkwasserversorgung des Dorfes sicherstellt. Die Mellener Bürger haben sich seit 1976 sehr stark bei der Aktion "Unser Dorf soll schöner werden" engagiert. Viele Preise wurden auf Kreis-, Landes- und Bundesebene errungen. Der Höhepunkt an dieser Aktion war die Teilnahme am Bundeswettbewerb 1991 mit Erreichen der Bronzemedaille. Die Verleihung, an der 150 Mellener Bürger teilnahmen, fand im ICC Berlin am 23. Januar 1992 statt. Der Männerchor hatte dabei die große Ehre, das Rahmenprogramm mit zu gestalten.

Mellen ist ein kleiner reizvoller Ferienort am Eingang des Sauerlandes. Das etwas abgeschiedene, ruhige Dorf ist umgeben von weitläufigen Wäldern und Wiesen. Der auf einer Anhöhe gelegene Ort wird umrahmt von kleinen Höhenzügen, die mit dem Bollenberg und der Mellener Hochheide die höchste Erhebung erreichen (405 m ü. NN). Die Nähe zur Sorpetalsperre (2 km), die verkehrsruhige Anbindung an Balve und die Nachbardörfer, die im Dorf und am Ortsausgang gelegenen Wanderparkplätze machen Mellen zu einem idealen Ausgangspunkt für ausgiebige Wanderungen oder Radtouren. Die Natur lässt sich auch gut auf dem Rücken der Pferde erleben. Zwei Reiterhöfe laden zum Ausritt mit der ganzen Familie oder auch zu Planwagenfahrten ein. Wer sich weit ab vom Verkehrslärm inmitten der Natur und idyllischer Umgebung weiterbilden und gleichzeitig ausspannen möchte, findet dazu im Landhotel Orlebach die besten Voraussetzungen.


- Mellen ist ein Besuch wert -

Back to top