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Holzverlust durch Kyrill und Borkenkäferbefall in der Forstbetriebsgemeinschaft Mellen

 Holzvorrat in Festmetern an Fichtenholz 

 vor Kyrill 2006  nach Kyrill 2007  nach Borkenkäferbefall 2020
 172 000  52 000  6000

Diese Zahlen spiegeln am eindrücklichsten die Zerstörung des heimischen Hochwaldes und den immensen Werteverlust für die Waldbesitzer.
Durch die beiden Naturkatastrophen sind Kahlflächen von enormem Ausmaß entstanden, die es im Sinne des Klimaschutzes gilt unverzüglich aufzuforsten, da ein intakter Wald sowohl als CO2-Speicher als auch zum Schutz vor Bodenerosion durch Starkregen und Stürme und zur Speicherung von Grundwasser unabdingbar ist.
Wie wichtig ein intakter Waldboden ist, zeigt die Flutkatastrophe vom 14. und 15. Juli 2021. Die Regenfluten können auf einem kahlen Boden nicht versickern und fließen mit großer Geschwindigkeit als Oberflächenwasser ab. Ein bewachsener Waldboden dagegen lässt den Regen versickern und hält ihn erst einmal zurück. Eine schnelle Wiederaufforstung hat daher Priorität.
Diese gestaltet sich allerdings schwierig. Zwar gibt es staatliche Förderung zur Anpflanzung von Mischwald, um Fichtenmonokulturen zu verhindern. Aber welche Baumarten sind tatsächlich geeignet , um zunehmend trockenen Sommern und Starkregen zu trotzen?
Bereits nach Kyrill und auch jetzt stellt man bei Neuanpflanzungen fest, dass viele Kulturen nicht angehen. Hinzu kommt, dass aufgrund eines sehr geringen Holzpreises für das Käferholz die Waldbesitzer auch nicht in der Lage sind, diese Anpflanzungen trotz Förderung zu bewältigen.
Und wie enttäuschend, zeitaufwendig und kostspielig sind die mehrfachen Anpflanzungen.
Trotzdem sind sich die Waldbesitzer in der Forstbetriebsgemeinschaft Mellen ihrer Verpflichtung gegenüber nachfolgenden Generationen bewusst und sie werden sich dieser schwierigen Aufgabe nicht entziehen. Ein gutes Beispiel dafür sind die nach Kyrill frisch aufgeforsteten Waldflächen.

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